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| Hein 2012 |
Entwicklungsländer nach 1945 Teil 11-1: Der krisenhafte Charakter ökonomischer Globalisierung und die Ansätze von Global Governance. Erster Teil |
| Inhalt: |
Der Globalisierungsprozess ist durch eine Vielzahl von Krisenphänomenen gekennzeichnet (Finanzkrisen, ökologische Krisen, Armut und Exklusion, prekäre Staatlichkeit, internationale Kriminalität, Terrorismus), die in vielfältiger Weise auch den Norden betreffen. Diese Gefahren sind Teil eines komplexen Motivationsmixes, der darüber hinaus die Entwicklung globaler Verantwortlichkeit (Menschenrechte, Entwicklung globaler Zivilgesellschaft) und die Notwendigkeit von Zugeständnissen in globalen Verhandlungen umfasst und der das Interesse an globaler politischer Problemlösung („Global governance“) auch im Norden erheblich verstärkt hat. Zu beobachten ist die Entwicklung eines globalen politischen Systems („global polity“) mit sich ausdifferenzierenden Institutionen, komplexen politischen Prozessen und spezifischen Macht- und Herrschaftsstrukturen. Mit der Entwicklung weltgesellschaftlicher Zusammenhänge verlieren nationale Identitäten tendenziell an Bedeutung. Der Film ist mit 2 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 4 Seiten Text.
HINWEIS: Dies ist der ERSTE Teil der Vorlesung Teil 11-1: Der krisenhafte Charakter ökonomischer Globalisierung und die Ansätze von Global Governance. |
| Skriptauszug: |
Ökologische Krisen: Globale Umweltprobleme sind der Prototyp von Phänomenen, die vor territorialen Grenzen nicht Halt machen. Im Zusammenhang mit der UNCED-Konferenz in Rio 1992, den dort verabschiedeten Verträgen (Convention on Biodiversity; Framework Convention on Climate Change) und den Diskussionen um den Schutz der Regenwälder kam es zu erheblichen Kontroversen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern über ein angebliches Öko-Diktat des Nordens. Auch auf die Problematik der begrenzten Wasserressourcen und der Konflikte um Wasser ist in diesem Zusammenhang hinzuweisen. Zu beachten sind allerdings auch Umweltprobleme, die mit dem Armutskomplex zusammenhängen. Das betrifft etwa die landwirtschaftliche Nutzung sog. marginaler Böden, also von Flächen, die etwa aufgrund ihrer Hanglage eigentlich für die landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet sind oder industrielle Produktion, die nur dann wettbewerbsfähig ist, wenn sie auf Umweltbelange keine Rücksicht nimmt (Emissionen, Entsorgu... |
| Stichwörter: |
ökonomische Globalisierung Global Governance Finanzkrise ökologische Krise Armut Kriminalität Terrorismus Menschenrechte global polity Vortrag |
| Referent: |
PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg) |
| Länge: |
12.20 Minuten |
| Format: |
RealMedia (RealNetworks RealOne Player) |
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Literaturhinweise: |
Commission on Global Governance, Nachbarn in einer Welt, Bonn (Stiftung Entwicklung und Frieden) 1995 |
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Commission on Global Governance, Nachbarn in einer Welt, Bonn (Stiftung Entwicklung und Frieden) 1995 |
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Michael P. Todaro/ Stephen C. Smith, Economic Development, 8.Aufl., Boston 2003 |
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Eric J. Hobsbawm, The Age of Extremes. The Short Twentieth Century 1914-1991, London 1995 (auch deutsch: Das Zeitalter der Extreme, München 1998) |
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David Held/ Anthony McGrew/ David Goldblatt/ Jonathan Perraton, Global Transformations. Politics, Economics and Culture, Cambridge 1999 |
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Manfred Schulz (Hg.), Entwicklung. Die Perspektive der Entwickungssoziologie, Opladen 1997 |
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Hörbücher:
Christentum und europäische Kultur:
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