| Hein 2012 |
Entwicklungsländer nach 1945 Teil 7: Krise des Fordismus und die Grundlagen postfordistischer Globalisierung |
| Inhalt: |
Die Krise des fordistischen Sozial- und Interventionsstaates in den Industrieländern kommt in Krisen der Profitabilität der Unternehmen, einer Krise der Staatsfinanzen sowie den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Modells internationaler Währungsbeziehungen zum Ausdruck. Neoliberale Politik erlaubt die Überwindung von Hindernissen gegen eine effektive Nutzung neuer Technologien und eine Flexibilisierung und Globalisierung der Ökonomie. Eine exportorientierte Entwicklungsstrategie vor allem asiatischer Entwicklungsländer erleichtert mit der Schaffung „Freier Produktionszonen“ Investitionen transnationaler Konzerne zur Verlagerung einzelner Produktionsprozesse in Billiglohnländer und die Entwicklung einer Neuen Internationalen Arbeitsteilung (NIAT) als ein Element postfordistischer Globalisierung.
Der Film ist mit 5 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 8 Seiten Text.
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| Skriptauszug: |
Der Begriff des „Fordismus“ (in Anlehnung an die Unternehmenspolitik von Henry Ford) wurde geprägt, um eine bestimmte Phase kapitalistischer Entwicklung zu kennzeichnen: Zentrales Element sozio-ökonomischer Regulation ist die Tarifpartnerschaft, die eine ausgehandelte Weitergabe von Produktivitätsgewinnen im Bereich der standardisierten Massenproduktion in Form von Lohnerhöhungen ermöglichte, die wiederum die Nachfrage erhöhten. Dazu kam eine Absicherung durch staatliche Sozialpolitik. Dies funktionierte gut, solange Produktivitätssteigerungen mit Wachstum in denselben Industrien einhergingen, d.h. die mögliche Freisetzung von Arbeitskräften immer wieder durch eine Ausdehnung der Produktion aufgefangen wurde.
Die institutionalisierte Stärke der Gewerkschaften tendierte allerdings dann, wenn die Möglichkeiten einer leichten Produktivitätserhöhung in diesem Bereich erschöpft war, dahin, eine Situation zu produzieren, die als Profitklemme bezeichnet wurde: Der Druck auf höher... |
| Stichwörter: |
Krise Fordismus Grundlagen postfordistischer Globalisierung Sozial- und Interventionsstaates Industrieländern Profitabilität Unternehmen Staatsfinanzen Bretton-Woods-Modells Währungsbeziehungen Entwicklungsstrategie Entwicklungsländer Billiglohnländer NIAT Vortrag |
| Referent: |
PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg) |
| Länge: |
20.00 Minuten |
| Format: |
RealMedia (RealNetworks RealOne Player) |
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Literaturhinweise: |
Ulrich Menzel, Geschichte der Entwicklungstheorie. Einführung und systematische Bibliographie, Hamburg 1995 (3. Nochmals überarbeitete und erweiterte Aufl.) |
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Peripherie, Heft 65/66, 1997, Schwerpunkt: Die Entwicklungstheorie ist tot – Es lebe die Theorie globaler Entwicklung! (hierin vor allem: Fachübersicht: Von der Theorie der Unterentwicklung zur Theorie globaler Vergesellschaftung, S.81-108) |
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Michael P. Todaro/ Stephen C. Smith, Economic Development, 8.Aufl., Boston 2003 |
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Manfred Schulz (Hg.), Entwicklung. Die Perspektive der Entwickungssoziologie, Opladen 1997 |
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Wolfgang Hein, „Die ‚Dritte Welt’ seit 50 Jahren: Aufstieg und Fall eines politischen Begriffs oder: Ungleiche und ungleichzeitige Entwicklung im Globalisierungsprozess“, in: Nord-Süd aktuell, Nr.4/2000, S. 619-644 |
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Peter J.Opitz (Hg.), Weltprobleme, München (Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit), 4. Aufl. 1995 |
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