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Hein 2008
Entwicklungsländer nach 1945
Teil 7: Krise des Fordismus und die Grundlagen postfordistischer Globalisierung
Inhalt: Die Krise des fordistischen Sozial- und Interventionsstaates in den Industrieländern kommt in Krisen der Profitabilität der Unternehmen, einer Krise der Staatsfinanzen sowie den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Modells internationaler Währungsbeziehungen zum Ausdruck. Neoliberale Politik erlaubt die Überwindung von Hindernissen gegen eine effektive Nutzung neuer Technologien und eine Flexibilisierung und Globalisierung der Ökonomie. Eine exportorientierte Entwicklungsstrategie vor allem asiatischer Entwicklungsländer erleichtert mit der Schaffung „Freier Produktionszonen“ Investitionen transnationaler Konzerne zur Verlagerung einzelner Produktionsprozesse in Billiglohnländer und die Entwicklung einer Neuen Internationalen Arbeitsteilung (NIAT) als ein Element postfordistischer Globalisierung.
Der Film ist mit 5 PDF-Folien unterlegt. Das Skript umfasst 8 Seiten Text.
Skriptauszug: Der Begriff des „Fordismus“ (in Anlehnung an die Unternehmenspolitik von Henry Ford) wurde geprägt, um eine bestimmte Phase kapitalistischer Entwicklung zu kennzeichnen: Zentrales Element sozio-ökonomischer Regulation ist die Tarifpartnerschaft, die eine ausgehandelte Weitergabe von Produktivitätsgewinnen im Bereich der standardisierten Massenproduktion in Form von Lohnerhöhungen ermöglichte, die wiederum die Nachfrage erhöhten. Dazu kam eine Absicherung durch staatliche Sozialpolitik. Dies funktionierte gut, solange Produktivitätssteigerungen mit Wachstum in denselben Industrien einhergingen, d.h. die mögliche Freisetzung von Arbeitskräften immer wieder durch eine Ausdehnung der Produktion aufgefangen wurde.

Die institutionalisierte Stärke der Gewerkschaften tendierte allerdings dann, wenn die Möglichkeiten einer leichten Produktivitätserhöhung in diesem Bereich erschöpft war, dahin, eine Situation zu produzieren, die als Profitklemme bezeichnet wurde: Der Druck auf höher...
Stichwörter: Krise Fordismus Grundlagen postfordistischer Globalisierung Sozial- und Interventionsstaates Industrieländern Profitabilität Unternehmen Staatsfinanzen Bretton-Woods-Modells Währungsbeziehungen Entwicklungsstrategie Entwicklungsländer Billiglohnländer NIAT Vortrag
Referent: PD Dr. Wolfgang Hein (Deutsches Übersee-Institut Hamburg)
Länge: 20.00 Minuten
Format: RealMedia (RealNetworks RealOne Player)
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Literaturhinweise: Wolfgang Hein, Von der fordistischen zur post-fordistischen Weltwirtschaft
Eric J. Hobsbawm, The Age of Extremes. The Short Twentieth Century 1914-1991, London 1995 (auch deutsch: Das Zeitalter der Extreme, München 1998)
Thomas Hurtienne/ Dirk Messner, „Neue Konzepte von Wettbewerbsfähigkeit“, in: Barbara Töpper/Urs Müller-Plantenberg (Hg.), Transformation im südlichen Lateinamerika, Frankfurt/M. 1994, S. 19-51
Folker Fröbel/ Jürgen Heinrichs/ Otto Kreye, Die neue internationale Arbeitsteilung. Strukturelle Arbeitslosigkeit in den Industrieländern und die Industrialisierung der Entwicklungsländer, Reinbek 1977
Manfred Schulz (Hg.), Entwicklung. Die Perspektive der Entwickungssoziologie, Opladen 1997
Folker Fröbel/ Jürgen Heinrichs/ Otto Kreye, Umbruch in der Weltgesellschaft, Reinbek 1986
  
 
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