| Betz 2008 |
Die Geschichte Indiens Teil 2 |
| Inhalt: |
Indien ist einer der ersten Kulturstaaten der Welt, war aber vor der Kolonialzeit selten geeint. Diese brachte erst die Vereinheitlichung der Lebensverhältnisse, hielt das Land aber wirtschaftlich abhängig. Seit 1947 stellt Indien eine der wenigen Dritte Weltstaaten mit einigermaßen ungebrochener demokratischer Tradition dar.
Das Skript zum Film umfasst 7 Seiten Text. |
| Skriptauszug: |
Die Wahlen 1945 brachten in London eine Labour-Regierung ans Ruder, die sich Indiens so schnell wie möglich zu entledigen suchte. Dort hatte derweil die Agitation der Moslemliga für die Schaffung eines moslemischen Separatstaates ("Pakistan") erheblich an Boden gewonnen. Eine nach Indien entsandte britische Kabinettsmission (1946) sollte moslemische Befürchtungen gegenüber einem Einheitsstaat durch den Vorschlag weitgehender Provinzautonomie zerstreuen. Kongress und Liga akzeptierten zwar diesen Vorschlag, konnten sich aber nicht auf die Verteilung der Kabinettssitze in einer Interimsregierung einigen. Gegenseitige Vorwürfe und erste größere religiös motivierte Konflikte waren die Folge, die sich noch intensivierten, als der Führer der Liga, einen "Aktionstag" festsetzte (16.8.1946). Langsam wuchs bei allen Beteiligten die Erkenntnis, dass die Teilung unvermeidlich sei, gefördert durch den Wunsch der Briten nach möglichst schnellem Rückzug aus Indien. Im Juni 1947 kündigte der britisch... |
| Stichwörter: |
Geschichte Indien Kulturstaat Kolonialzeit Kolonie demokratische Tradition Vortrag |
| Referent: |
Prof. Dr. Joachim Betz (Deutsches Übersee-Institut Hamburg) |
| Länge: |
15.31 Minuten |
| Format: |
RealMedia (RealNetworks RealOne Player) |
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